
Wer in der Bretagne Urlaub macht, der tut dies in einer Region, die im Nordwesten Frankreichs liegt und eine lange Küstenlinie aufweist. Die Hauptstadt der Bretagne ist Rennes. Ihre Bewohner nennt man Bretonen.
Besonders historisch ist die Bretagne aber für Urlauber bedeutsam: Schon in der Altsteinzeit gab es auf dem Gebiet der heutigen Bretagne Siedlungen. Die Menschen jagten, fischten und sammelten Früchte. Als Behausung dienten ihnen zunächst Anlagen aus unbehauenen Steinblöcken. Zwischen 4000 und 2000 v. Chr. wurden Hügelgräber und andere Stätten errichtet. Ausgrabungen auf bretonischem Boden haben gezeigt, dass es in der frühen Bronzezeit auch Kontakte zu anderen Regionen, wie beispielsweise Dänemark oder England, gegeben hat. Dies ist dadurch zu begründen, dass die Bretagne zu dieser Zeit gerade wegen ihrer reichen Vorkommen an Metall sehr geschätzt war. Dieses wurde vor Ort verarbeitet, etwa zu Waffen, aber auch in andere Regionen verbracht.
Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Meer bezeichneten bereits die Kelten dieses Gebiet Aremorica, also Land am Meer. Etwa um Zweihundert v. Chr. gab es fünf verschiedene Stämme, die auf dem Gebiet der Bretagne lebten. Einhundert v. Chr. standen die Veneter den anderen keltischen Stämmen vor. Sie führten die Stämme schließlich gegen die Römer an, als diese um etwa 50 v. Chr. versuchten, die Bretagne zu erobern.
Noch heute kann man, wenn man in der Bretagne Urlaub macht, die zahllosen historischen Zeugnisse der Kelten besuchen. Hierzu zählen insbesondere die Hügelgräber. Die Grabbeigaben, die man bei Ausgrabungen gefunden hat, sowie andere Funde sind in vielen Museen für Interessierte ausgestellt.
Neben Erholung am Meer und alten Stätten findet man in der Bretagne aber auch eine äußerst lebendige Musikszene vor. Typisch bretonisch sind die sogenannten Nachtfeste, bei denen alte Volkstänze getanzt werden. Die Musik zu den Tänzen ist teilweise traditionell. Mit Dudelsack, Bombarde und Klarinette werden die Tänze begleitet. Daneben gibt es aber gerade viele junge Musiker, die mit modernen Musikinstrumenten die Musik der traditionellen Volkstänze neu interpretieren. Alte und junge Bretonen genießen gemeinsam die Musik.
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